Blogvorstellung: Medizynicus

Blogvorstellung: Medizynicus

Ich schrieb vor einiger Zeit über eine Aktion die heute beginnt: Die Blogvorstellung. Bis zum Ende des Jahres soll jeden Mittwoch ein Blog und sein Betreiber vorgestellt werden. Für den ersten Teil der Blogvorstellungs – Serie, führte ich ein Interview mit Medizynicus. Nein, dass ist kein Tippfehler sondern der Deckname der Person die die gleichnamige Webseite betreibt.

Du betreibst deinen Blog „Medizynicus Arzt Blog“ nun schon seit einiger Zeit. Wie kamst auf die Idee diesen anzufangen?

Es ist schon eine Weile her, da gab es in unserem kleinen Krankenhaus einen richtigen filmreifen Skandal. Es ging um einen Kollegen in gehobener Stellung, welcher… okay, Einzelheiten verrate ich jetzt lieber nicht. Jedenfalls tobte anschließend die Gerüchteküche. Täglich erschienen in der örtlichen Tageszeitung neue Details und jeder hatte weitere Sachen gehört. Die Kaffeepausen mit den Kollegen machten jetzt richtig Spaß. Damals habe ich mir gedacht, das muss man doch aufschreiben. Habe ich aber leider nicht getan. Etwas später bin ich dann in die Notaufnahme gekommen. Als Arzt, nicht als Patient. Und da ging’s dann zu wie beim Set einer billigen Arztserie. Da habe ich dann angefangen mit dem Bloggen

Du verbindest also Beruf mit bloggen?

Job ist Job. Nur ganz wenige Kollegen wissen von meinem Doppelleben. Nach Feierabend sitze ich dann anstatt vor der Glotze vor meinem Rechner und schreibe auf, was ich erlebt habe. Mittlerweile nimmt das ganz schön viel Zeit in Anspruch. Nicht jeden Tag erlebt man etwas blogbares. Und mehr und mehr Zeit verbringe ich damit, interessante Themen zu recherchieren und zu Artikeln aufzuarbeiten.

Dabei ist deine gesamte Webseite anonym gestaltet. Was ist der Grund dafür?

Ich lebe und arbeite in einer Kleinstadt. Hier kennt jeder jeden. Ich schätze und achte meine Patienten und möchte nicht, dass das Gefühl entsteht, ich würde mich heimlich über sie lustig machen. Ich mache mich nicht über Patienten lustig sondern über Misstände im Gesundheitswesen.

Hast du dir bestimmte Ziele mit deinem Blog gesetzt und warum leitest du ihn immer noch?

Hauptsächlich ist es einfach der Spaß an der Sache. Mittteilungsbedürfnis und so. Inzwischen gibt es auch eine Reihe von ernsteren Themen aus dem Gebiet der Gesundheitspolitik, medizinischer Ethik und so weiter, welche ich gerne auf satirisch-witzige Weise aufbereiten und darstellen möchte.

Du hast schon schon ein Buch verfasst, um was geht es dort?

Ich habe bislang nur ein einziges Buch geschrieben. Dabei handelt es sich um eine Zusammenfassung der besten Geschichten aus meinem ersten Blog, welches inzwischen längst wieder Off-Line ist. Alltagsgeschichten aus meiner allerersten Zeit als frischgebackener Arzt.

Gibt es dann ein weiteres Projekte das dich zurzeit beschäftigt?

Ich arbeite an einem zweiten Buch, diesmal ein richtiger Roman. Das Manuskript wird voraussichtlich gegen Ende des Sommers fertig. Ich würde es gerne in einem größeren Publikumsverlag unterbringen, daher wird es wohl noch eine Weile dauern. Nebenbei habe ich auch noch ein Sachbuchprojekt in petto und natürlich viele Ideen für meine Webseite.

Vielen Dank für das Interview Medizynicus!

Interesse ebenfalls deinen Blog vorzustellen? Schreib eine E-Mail an mich: viktor.peters@zafenat.de

1 Kommentar

  1. @Nach Feierabend sitze ich dann anstatt vor der Glotze vor meinem Rechner und schreibe auf,

    Find ich cool .. die meisten legen lieber die Beine hoch! Respekt! Und ehrlich gesagt mach ichs genauso … lol. *grinsüberbeideohren*

    Ciao Seba

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