Gastartikel: Expertenstatus ausbauen und steigern

Gastartikel: Expertenstatus ausbauen und steigern

Hier lest ihr einen Gastartikel von Robert Nabenhauer. Dieser hat in Vergangenheit einige Ratgeber und Fachbücher zu sozialen Netzwerken und der Arbeit im Web veröffentlicht. Näheres über seine Arbeit erfährt man auf der Webseite von Nabenhauer-Consulting.

In der Masse der Konkurrenz auffallen, das ist das Ziel. Über einen Expertenstatus lässt sich das erreichen: Interessenten werden vom guten Ruf des Unternehmers und seines Unternehmens magisch angezogen. Wie lässt sich der Expertenstatus am effizientesten steigern?

Veröffentlichungen in Form von Büchern und E-Books sind am besten geeignet. Deshalb haben so gut wie alle Online-Marketeer mittlerweile ein eigenes E-Book zu bieten. Warum? Weil die Produktion eines E-Books vergleichsweise kostengünstig ist: Die eigentliche Produktion des Werks nimmt vor allem Zeit in Anspruch, alternativ wird ein externer Dienstleister beauftragt. In das passende ansprechende Design gekleidet, kann das E-Book online gestellt werden. Verlagsgebühren und Druckkosten entfallen, was die Produktionskosten deutlich senkt.

Als gratis Angebot oder klassisch im Shop eingebunden wird es automatisch versendet, sobald sich ein Interessent dafür meldet. Die Außenwirkung durch ein veröffentlichtes Werk wie Buch oder E-Book ist groß, Autoren wird ein großes Vertrauen entgegen gebracht. Ob jemand das betreffende Werk bereits gelesen hat oder nicht: Der Titel „Autor“ macht Eindruck. Nutzen Sie das für die Kontaktaufnahme mit Interessenten!

Konferenzen, Messen, Workshops und Seminare

Buchveröffentlichungen sind ein Baustein auf dem Weg zum Expertenstatus. PreSales Marketing, die automatisierte Vertriebsanbahnung, setzt auf weitere Bausteine. Über Vorträge auf Messen und Konferenzen bauen Sie Ihren Expertenstatus weiter aus. Einen ersten Einstieg bieten lokale Termine, in der Berufsausbildung, der Handelskammer oder regionalen Messen. Dieses Engagement lässt sich ebenfalls doppelt nutzen: Im Anschluss lässt sich in der lokalen Presse meist eine Pressemeldung unterbringen, insbesondere bei Vorträgen, die sich an Berufsanfänger oder Schüler wenden. Positive Presse wiederum lässt sich zum Ausbau des Expertenstatus einbinden, indem entsprechende Pressestimmen auf der Webseite eingebunden oder im Blog erwähnt werden.

Konferenzen im klassischen Sinne sind das eine, Webinare als Form der digitalen Umsetzung das andere. Die Internetvariante eines klassischen Workshops ist in der Regel kostengünstiger und lässt sich flexibel einsetzen. Ein Tipp dazu: Nachdem besonders über XING zahlreiche Webinare angeboten werden, ist die Alleinstellung etwas schwierig. Webinar-Reihen mit anderen Experten zusammen anzubieten ist eine Möglichkeit, mit der Sie sich aus der Masse der Webinare hervorheben können. Außerdem herrscht oft der Gedanke vor, dass kostenlose Angebote nicht viel Wert haben. Selbst bei einem symbolischen Betrag von wenigen Euro oder einer streng limitierten Teilnehmerzahl steigt schon Ihr Ansehen durch dieses Angebot.

Expertenstatus im Social Media Zeitalter: Foren, Blogs und Online-Magazine

Ein letzter Baustein für den Ausbau des Expertenstatus ist die Präsenz in weiteren sozialen Medien. Egal wo Interessenten nach Informationen suchen: Sie sollten präsent sein. Twitter, XING, Facebook und die passenden Fachforen sind gute Anlaufstellen. Online-Magazine oder Fachblogs sind in der Regel an frischen Inhalten interessiert. Da ergeben sich Synergien, die Sie mehrfach nutzen können. Oft entsteht ein Tauschhandel, bei dem über Gastbeiträge oder Werbung in Newsletter-Listen gesprochen wird.

Ein Tipp zur Nutzung von Foren und Blogs: Direkte Werbung ist tabu. In Amerika ist in der Marketing-Szene das sogenannte „Content-Marketing“ schon länger bekannt. Wertvoller Content steht im Vordergrund, das eigentliche Produkt im Hintergrund. Schauen Sie sich die Webseite des Unternehmens Schwarzkopf einmal genauer an: die Produkte lassen sich erst nach mehreren Klicks identifizieren. Im Vordergrund stehen Tipps und Tricks rund um das Thema Haarpflege.

Schwarzkopf hat erkannt, was Besucher auf die Seiten bringt: Denn die meisten Internetnutzer suchen nach Lösungen für ihre Fragen oder Probleme. Die wenigsten suchen gezielt nach Produkten. Also greifen Sie zu und bieten Sie Lösungen an. In Foren und Blogs ist das beispielsweise die gratis zur Verfügung gestellte Anleitung. Serien, die sich mit neuen Technologien beschäftigen, werden ebenfalls viel gelesen und vor allem auch weiter empfohlen!

Achten Sie nur auf eins: Dass in jedem Informationsdokument dezent Ihr Unternehmenslogo zu sehen ist. Foren mit Signatur geben ebenfalls Spielraum dafür, den Slogan des Unternehmens oder das Logo unter zu bringen. Mehr Werbung ist gar nicht nötig, denn den Rest der Überzeugungsarbeit liefert Ihre hilfreiche Antwort.

Experten werden ernst genommen

Wenn ein Experte um Hilfe bittet, um Beteiligung für ein neues Projekt, dann wird das ernst genommen. Bittet der Moderator einer XING Gruppe die Mitglieder um Mithilfe, weil er ein ausführliches FAQ für neue Mitglieder erstellen möchte, dann werden viele Mitglieder diesem Aufruf folgen. Die entsprechende Beteiligung unterstreicht den Expertenstatus – und zieht weitere Personen in den Bannkreis. Wikis oder Lexika eignen sich ebenfalls dazu, vorhandene Kontakte aktiv einzubinden. Dadurch entsteht eine Informationssammlung, die neue Interessenten anzieht.

Für viele lizenzfreie Content-Management-Systeme gibt es beispielsweise Wikis, also Anleitungen und Nachschlagewerke. Der Ersteller dieses Wikis ist mit Sicherheit ein Experte auf diesem Gebiet – schließlich hat er es ins Leben gerufen. Durch die Behandlung von Fragen und Antworten wird die Informationssammlung leichter im Internet gefunden, eine übersichtliche Vorstellung des Gründers samt Unternehmensslogan und Link zur Hauptwebseite gehören dazu. Auch hier gilt: Bleiben Sie dezent.

Übrigens lässt sich aus einer zunächst online gepflegten Informationssammlung später ein vollwertiges Produkt machen, dass sich auch als reales Produkt verkaufen lässt. Aus einem ursprünglich rein virtuell bestehenden Verpackungslexikon, gefüttert mit Einträgen von Nutzern und Experten, ließ sich letztlich ein Buch zusammen stellen sowie eine DVD produzieren. Beide Produkte erfreuen sich großer Beliebtheit und werden aufgrund des dahinter stehenden Experten in der Branche als Standardwerk weiter empfohlen.

Als Experte wahrgenommen zu werden, das ist also in verschiedenen Schritten umsetzbar. Diese Schritte spielen zusammen, lassen sich aber auch nacheinander angehen. Je schneller Sie damit beginnen, desto eher ziehen Sie automatisch Interessenten an. Interessenten, die irgendwann zu neuen Kunden werden und letztlich zu Stammkunden. Das sichert langfristig Ihren Unternehmenserfolg.

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