Polyphasischer Schlaf: Ich bin dabei

Polyphasischer Schlaf: Ich bin dabei

Menschen verbringen etwa ein Drittel ihres Lebens schlafend. Bei dieser Aussage dreht sich zeitbewussten Menschen der Magen um. Gibt es keine Möglichkeit, die Phasen, in denen sich der Körper ausruht, zu minimieren? Die Antwort findet sich im Polyphasischen Schlaf. Hier kann man mehrere Stunden täglich „einsparen“.

In den nächsten Wochen will ich veränderte Schlafgewohnheiten testen, bei welchen die Gesamtschlafdauer auf 4 Stunden minimiert wird.

Polyphasisches Schlafen bedeutet, dass man nicht nur eine Schlafzeit hat, sondern diese in mehrere Einheiten aufteilt. Gearbeitet wird dabei mit mehreren Mustern, wobei ich mich für den „Everyman“ mit einer Kernschlafenszeit von 3 Stunden und insgesamt 3 Powernaps über jeweils 20 Minuten entschlossen habe. Ich komme also auf eine Schlafzeit von 4 Stunden.

Getestet wurde der Everyman von einigen Bloggern, wie z.B. Gabriel oder aber auch puredoxyk. Diese konnten in mehr oder weniger langen Tests, die Vor- aber auch Nachteile des Polyphasischen Schlafs feststellen.

Um eine neue Schlafgewohnheit besser verfolgen zu können, will ich meine Erfahrungen auf diesem Blog veröffentlichen. Ich bin gespannt auf euer Feedback, noch mehr freue ich mich aber auf das Projekt selbst.

Mein neuer Tagesablauf

Wie bestimmt der Polyphasischer Schlaf meinen Tag? Ich verlege meine Kernschlafzeit über Stunden auf 1-4 Uhr. Der Grund? Späte sowie frühe Termine können weiterhin gut wahrgenommen werden und zudem passen damit auch die Zeiten für die Powernaps. Diese sehen so aus:

  • 9:00 bis 9:20 Uhr
  • 14:20 bis 14:40 Uhr
  • 19:40 bis 20:00 Uhr

Der erste Powernap würde direkt beginnen, wenn ich im CoWorking Space ankomme. Ich persönlich finde das ist ein idealer Start: vom kurzen Schlaf direkt in die Arbeit einsteigen. Wie das in der Praxis aussehen wird, werde ich morgen feststellen.

Der zweite Powernap liegt bei 14:20 Uhr, also 20 Minute nach dem Mittagessen. Da nach der Mahlzeit der Körper meist runterfährt, ist der kurze Schlaf auch hier gut gesetzt.

Etwas problematisch wird es beim letzten Schlaf. Hier hab ich Sorge, dass dieser andere soziale Aktivitäten stören wird. Doch hoffe ich, dass sich diese Störungen, da nur über 20 Minuten gehend, in Grenzen halten.

Warum ich den Polyphasischen Schlaf testen will

Dem eigenen Körper neue Schlafzyklen näher zu bringen ist eine Qual. Denn dieser muss sich vom bisherigen Muster lösen, was bei über 20 Jahren ähnlichen Schlafstils seine Zeit dauert.

Mein größter Antrieb bei dem Projekt ist das Vergrößern des Zeitraums, denn ich produktiv nutzen kann. Dabei geht es nicht zwingend um die Arbeit, sondern auch um das Erweitern von Freizeit. Bücher lesen, hin und wieder Filme genießen oder aber auch einen Spaziergang genießen.

Pro Tag werde ich damit 4 Stunden schlafen, was bei mir, mit etwa 8 Stunden Schlaf pro Nacht, ein Zeitgewinn von 4 Stunden bedeutet. Rechnet man das hoch, kommt man auf 28 Stunden mehr pro Woche (etwa ein Tag), knapp 120 pro Monat (etwa 5 Tage) und 1440 pro Jahr (60 Tage, bzw. etwa 2 Monate).

Ich habe bereits einige Blogger gelesen, die ihre Ankündigung zm Start in den Polyphasischen Schlaf mit den Worten „Möge der Kampf beginnen!“ und ähnlich starteten – und bereits nach wenigen Tagen die „Waffen“ zu Boden warfen.

Ich hoffe, dass mir kein ähnliches Schicksal ereignet und plane den Schlafrhythmus über mehrere Monate zu halten. Gerade die Eingewöhnungszeit dürfte jedoch viel Kraft kosten. Ich bin gespannt.

Hinweis

Ich weise darauf hin, dass meine Berichte hier keinsfalls eine Alternative zur Meinung eines fachkundigen Arztes darstellen und nicht als solche gewertet werden dürfen. Veränderte Schlafzeiten können für den Körper eine große Belastung sein, bei gesundheitlichen Problemen sollte daher unbedingt medizinischer Rat aufgesucht werden.

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  1. Polyphasischer Schlaf: Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben... - [...] fand ich das übercool. Die Vorstellung so viel mehr Zeit zu haben, ist einfach der Burner. Auch Viktor hat…

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