Polyphasischer Schlaf: Mein erster Bericht

Polyphasischer Schlaf: Mein erster Bericht

Ich hatte vorgestern geschrieben, dass ich mich in nächster Zeit gerne mit dem Polyphasischen Schlaf beschäftigen möchte. In der Testzeit werde ich feststellen, wie mein Körper mit den neuen Schlafabständen zurechtkommt – und liefere dazu hier meinen ersten Bericht.

Müde. So lässt sich mein aktueller Zustand gut mit einem Wort beschreiben. Denn, wie bereits von vielen anderen Personen berichtet, brauch ein neuer Schlafrhythmus seine Eingewöhnungszeit. Immerhin muss hier etwas über mehrere Jahre antrainiertes umgestellt werden. Gerade für mich, der das frühe Aufstehen bewundert, jedoch selbst lieber länger schläft, ist die Umstellung hart.

Was mich bei der, ich will schon beinah sagen Tortur, motiviert, ist der Gedanke, dass ich innerhalb eines Jahres mit dieser Technik 2 Monate mehr Zeit hab. Das ist einiges und ermöglicht mir das Verfolgen von persönlichen Interessen (z.B. das Schreiben hier auf dem Blog) sowie eine vielleicht optimiertere Arbeitsaufeilung. Gleichzeitig sehe ich auch auf die Familenentwicklung und hier einige Vorteile. Zu diesen werde ich voraussichtlich später einmal etwas sagen.

Änderungen im Tagesablauf

Ich habe einige Erfahrungsberichte rund um den Polyphasischen Schlaf gelesen und dabei festgestellt, dass der Körper mit diesem Schlafmuster scheinbar viel schneller durch äußerliche Einflüsse gestört werden kann. Abstand halte ich deswegen bewusst von Alkohol und habe meinen Kaffeekonsum verringert. Eine Tasse nach dem ersten Powernap vor der Arbeit sollte sich gut bis zum nächsten Schlaf verarbeiten lassen.

Ich habe mir bereits zu Beginn Schlafräume ausgewählt, die ich im CoWorking-Space zu dem Nap im Morgen und Mittag aufsuche. Sollten diese besetzt sein, so kann ich im Notfall immer noch eine Schlafeinheit im Auto einlegen.

Meine Schlafzeiten

  • 1:00 bis 4:00 Uhr
  • 9:00 bis 9:20 Uhr
  • 14:20 bis 14:40 Uhr
  • 19:40 bis 20:00 Uhr

Probleme bei der Umsetzung

Bisher kann sich man Körper nur schwer damit zurechtkommen, dass er mehrmals pro Tag innerhalb eines kurzen Zeitrahmens schlafen soll. So verbringe ich die Powernaps meist dösend, komme jedoch nicht zum eigentlichen Schlaf.

Meine Hoffnung, dass mein Körper irgendwann den Schlaf so sehr braucht, dass er das Einschlafen aufgrund der Erschöpfung schneller durchführt, hat seine Macken. So macht sich die hohe ungewohnte Wachdauer besonders auf meine Augen bemerkbar. Ein paar Haushaltstricks scheinen jedoch zu helfen.

Amüsant war meine erste Konfrontation zwischen Powernap und sozialen Kontakten. So hatten wir gestern Freunde bei uns, denen ich erklären musste, dass ich für 20 Minuten ins Bett gehe. Vorteilhaft ist jedoch, dass 20 Minuten in guter Gesellschaft schnell vergehen, mein Ausbleiben also nicht allzu merkwürdig war.

Auch wenn ich bei jedem frühen Aufstehen im Kopf meine Gründe gegen den Polyphasischen Schlaf sammle, so weiß ich doch, dass das Projekt, sobald die schwere Zeit überwunden ist, sich sehr lohnen kann. Ich bin gespannt und hoffe gut weiterzukommen.

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  1. Selbstversuch des Polyphasischen Schlaf › Mein Geld Blog - [...] bin ich auf einen sehr interessante Artikel und zu gleich Selbstversuch von Viktor auf seinem Blog Zafenat.de gestoßen. Speziell…

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