Biphasischer Schlaf: Rhythmus und Erfahrung

Biphasischer Schlaf: Rhythmus und Erfahrung

Nachdem ich den Polyphasischen Schlaf wegen Unregelmäßigkeit und damit einhergehenden gesundheitlichen Problemen eingestellt habe, suche ich nach einem alternativen Schlafmuster und bin dabei beim Biphasischen Schlaf stehen geblieben.

Ich hatte kürzlich darüber berichtet, dass ich auf den Biphasischen Schlaf wechseln möchte. Dieser beinhaltet zwar nicht mehr 4, sondern 6,3 Stunden Schlaf, spart mir damit trotzdem Zeit. Mein Rhythmus sieht derzeit so aus:

  • Kernschlaf: 1:00 bis 7:00 Uhr
  • Power-Nap: 15:00 bis 15:20

Ich merke, dass der Biphasische Schlaf wesentlich mehr Freiraum lässt. Die 20 Minuten kann ich ganz nach Bedarf verschieben und gegen das Mittagstief einsetzen. Der Kernschlaf bleibt dagegen bestehen und quält mich nicht gegen das zu frühe Aufstehen. Beim Polyphasischen Schlaf war ich um 4 Uhr aus dem Bett gefallen.

Anders als vermutet, scheint mich der Biphasische Schlaf müder zu machen, als das Polyphasische Muster. Müde scheint dabei nicht das richtige Wort zu sein, vielmehr handelt es sich um eine Trägheit, die das Arbeiten und Aufstehen erschwert. Es bleibt abzuwarten, ob sich das nach einer gewissen Eingewöhnung ändert.

Zurück zum Polyphasischen Schlaf?

Ich war verwundert festzustellen, dass mir trotz der Strapazen der Polyphasische Schlaf fehlt. Die ruhigen Stunden am Morgen, die ich für mich persönlich frei nutzen konnte, waren wohl mehr Wert, als ich dachte.

Hin und wieder denke ich deswegen darüber nach, zu dem Schlafmuster zurückzukehren. Jetzt erstmal gönne ich meinem Körper einige entspannte Tage. Was dann kommt, steht nicht fest.

4 Kommentare

  1. Hi Viktor,

    ich habe deine Beiträge zum polyphasischen Schlaf heute interessiert gelesen und überlege selbst meinen Schlafrhythmus zu verändern. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass es auf Dauer gesund ist, so wenig zu schlafen und bin nicht sicher, ob sich die zusätzliche Zeit wirklich lohnt und ob man sie wirklich so effizient nutzt.

  2. Hi

    Bin über Peers SiN Blog auf deinen Blogpost aufmerksam geworden. Freue mich auf weitere Statusmeldungen zum biphasischem Schlaf. 6 Stunden nachts und 20min tagsüber hören sich sehr plausibel an.

    Das Thema steht ebenfalls bei mir auf der ToDo Liste, werde aber vor dem Test wahrscheinlich nach Studien und Untersuchungen suchen, um mir ein Bild zu machen.

  3. zuallererst:
    @chaim: solltest du das noch lesen: besonders biphasischer schlaf is gesundheitlich vollkommen unbedenklich. es ist vollkommen normal sich ne pause zu gönnen wenn man müde ist, und besonders in südeuropa und asien ist es meines wissens nach sogar sehr üblich ein nickerchen zu machen, um danach wieder fitter zu sein.
    wenn man allerdings auf polyphasisch geht (so wie ich gerade alle 6h eine halbe stunde schlaf) sind noch nicht viele dinge bekannt. generell wird in aktuellen studien schlafentzug als relativ unbedenklich eingestuft, da sich alle symptome nach einem mal ausschlafen relativiert haben sollten. da man sich allerdings daran gewöhnt und die gleiche zeit in erholungsphasen verbringt wie jemand der zwar 8h schläft, davon allerding 6 im tiefschlaf festhängt, erfährt man den selben erholungsgrad. soweit zumindest die theorie und die berichte der paar dies bis jetzt soweit durchgezogen haben. als natürliches beispiel für polyphasischen schlaf werden für gewöhnlich katzen und kleinkinder aufgeführt. gerade kleinkinder haben einen rythmus von 4h, zu bedenken ist hingegen, dass die schlafzeit dabei deutlich länger als 2h am tag ist.

  4. Christian

    @Chaim: wie bereits Jannick zurecht schreibt, gibt es da keine gesundheitliche Bedenken. Der Grund liegt einfach darin, dass der Schlaf aus mehreren Phasen besteht (Leicht-, Tief- und REM-Schlaf), wobei ein Schlafzyklus -bestehend aus den 3 Schlafphasen- ca. 1,5 Stunden dauert. Bei Reduzierung der Gesamtschlafdauer vermindert sich lediglich die Leichtschlafphase, so dass beim Uberman gesamt 2 Stunden am Tag möglich wären.

    @Rene: Wie von mir bei Tag23 beschrieben, ist der biphasische Schlaf ohne Probleme möglich. Offizielle wissenschaftliche Studien gibt es bisher nicht. Nach meinen Informationen wurde jedoch im Mai 2012 eine erste Studie hierzu begonnen. Ob und wann es hier zu Veröffentlichungen von Ergebnissen kommen wird weiß ich jedoch nicht.

    Der von Jannick beschriebene Rhythmus nennt sich Dymaxion, ist jedoch etwas „umstritten“, da die einzelnen Naps mit 30 Minuten eigentlich etwas zu lang sind. Aber wenn dies bei dem Einzelnen trotzdem funktioniert ist das ja trotzdem vollkommen ok.

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