Den Blog auf einem eigenen Server hosten

Den Blog auf einem eigenen Server hosten

Ich habe mich vor längerer Zeit dazu entschlossen, meine sämtlichen Webseiten über einen Hoster laufen zu lassen. Hierfür zahle ich eine monatliche Miete, die immer bestehen wird. Eine vielleicht attraktive Alternative dazu findet sich im Anlegen eines eigenen Servers. Dieses Thema habe ich mir näher angesehen.

Es gibt einige Punkte, die für die Anschaffung eines Servers für den eigenen Blog sprechen. Besonders wichtig ist Nutzern meist die damit einhergehende Kontrolle. Daten sind jederzeit abrufbar und können bei Bedarf auch ohne eine Internetverbindung erreicht werden.

Bastler dürften sich zudem darüber freuen, dass die Hardware des Servers jederzeit angepasst werden kann. Wird etwas mehr Speicher gebraucht? Kein Problem. Eine zusätzliche Festplatte ist für einmalig 80 Euro angeschlossen und erspart einen monatlichen Aufpreis.

Nicht unterschätzt werden dürfte es zu wissen, wo die eigenen Daten liegen. Im Zimmer nebenan oder auf einem Server Hunderte Kilometer entfernt und damit vielleicht auch für unerlaubte Zugriffe verfügbar.

Die technische Ausstattung

Um einen Server im eigenen Heim haben zu können, muss benötigt man einige Module. Zu denen kann ein für Linux Embedded Board gehören, also eine integrierte Steuerzentrale für digitale und analoge Ein- und Ausgänge. Nicht vergessen werden sollte zudem die Programmierung von Steuerungen durch die Software und zum Schutz der Module vielleicht ein kompaktes Hutschiengehäuse.

Möglich ist es parallel dazu auch einen herkömmlichen Rechner zu nehmen, diesen mit dem passenden Betriebssystem auszustatten und dann für den Zugriff aus dem Web zu programmieren.

Ein Faktor, der meiner Meinung nach bei der Installation im Haus immer wieder unterschätzt wird, findet sich in der Datensicherung. Was passiert, wenn es im Haus brennt? Wie kann ein Wasserschaden verhindert werden? Kann eine ausfallende Hardware rechtzeitig wieder hergerichtet werden?

Alltäglichen Problemen entgegensehen

Es sind nicht nur die genannten Faktoren, die mich bisher von einem Serverkauf abhielten, sondern auch einige weitere. So weiß ich, dass die permanent laufende Hardware gut gekühlt werden muss. Um eine Geruchs- und Lärmbelästigung zu vermeiden, ist meist nur das Aufstellen im Keller möglich.

Verbraucht wird dabei nicht nur Platz, sondern auch Strom, da die Komponenten 24 Stunden pro Tag laufen. Gegensetzen könnte man, dass durch moderne Lüfter und anderen besonders energiesparsamen Modulen der Verbrauch gesenkt wird – was jedoch leider auch wieder zusätzliche Kosten bedeutet.

Ich persönlich war bisher technisch nicht weit genug, um die komplette Verwaltung zu übernehmen. Deswegen habe ich mir auch bei einem Hoster einen Managed Server gebucht, wo ich mich um die technische Seite relativ wenig kümmern muss.

Der Vergleich zur Immobilie

Bei dem Stichwort Miete musste ich sofort an Wohnung und Haus denken. Auch hier bezahlt man monatlich einen Betrag, ohne Aussicht auf den Erwerb der kompletten Leistungen zu haben. Ein Kauf ist zwar in der Regel mit einer längeren Finanzierung verbunden, macht jedoch bald ein günstigeres Leben möglich.

Anders als ein überdachtes Heim, ist ein Server jedoch kein Lebensstandard. Zudem stelle ich mir die komplette damit verbundene Arbeit als lästig vor. Denn wo ein Haus optisch und von den Funktionen her sich auch nach Jahren nicht verändern muss, ist das bei einem Server anders. Leistungsstärkere Hardware muss den Ansprüchen der wachsenden Besucherzahlen gerecht werden.

Mein Fazit

Aufgrund der Kosten, aber mehr noch wegen der vielen administrativen Aufgaben habe ich mich dazu entschlossen, bei meinem Hoster zu bleiben und bis auf weiteres auf einen Server zu verzichten. Ändern könnte ich meine Meinung, wenn ich mich mit der Technik mehr vertraut gemacht habe und weiß, dass sich die Investition nach einer bestimmten Zeit rentiert.

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