Motivationstief bei der Arbeit: Die meisten kennen es

Motivationstief bei der Arbeit: Die meisten kennen es

Motivation ist einer der Dinge, die bei einem Job nicht fehlen dürfen. Gerade in der Selbstständigkeit im Home-Office, wo wirklich alles von der eigenen Person abhängt, ist Motivation ungemein wichtig. Denn hier wird dier kein Boss im Nacken sitzen, kein weiterer Mitarbeiter auf die anstehenden Aufgaben hinweisen. Aber spätestens nach einigen Jahren Arbeit dürfte der Moment kommen, wo die Motivation fehlt.

Ich konnte mich in Vergangenheit recht gut für die Arbeit motivieren. Das Texten zu Themen, die mich begeisterten ging flüssig von der Hand, bislang weniger bekannte Bereiche wurden schnell kennengelernt. Nun, das Motivationstief ist trotzdem da.

Sinkende Motivation: Der Ursprung

Die Motivation für eine Tätigkeit sinkt irgendwann – das ist eigentlich jedem klar. Aber was ist dafür verantwortlich, dass Motivation sinkt, was sorgt dafür, dass plötzlich die sonst so spannende Arbeit als Last empfunden wird? Meiner Meinung nach könnten es mehrere Punkte sein:

  • Alltag: Man merkt, dass das was man tut, zur Routine geworden ist. Was einst spannend war, weil es neu war, ist heute vielleicht normaler Alltag. Nicht ohne Grund suchen Adrenalinjunkies immer wieder nach neuen Herausforderungen. Selbst die spannendste Piste kann nach Tausenden Abfahrten zur Routine werden.
  • Ich-Muss-Denken: Hat die Selbstständigkeit mal nebenberuflich angefangen, ist es nach dem Wechsel zum Fulltime-Job keine Option mehr, sondern die notwendige Arbeit. Ich DARF nicht arbeiten, nein ich MUSS. Sobald diese Denkweise vorhanden ist, wird die sonst so freie Arbeit schnell zur Qual.
  • Enttäuschung: Wenn die Arbeit wundervoll läuft, das Konto gefüllt ist und ausreichend Kunden vorhanden sind, ist die Welt wundervoll. Wie sieht es jedoch aus, wenn Kunden abspringen, nicht mi den Leistungen zufrieden sind, Zahlungen ausbleiben und man merkt, das die rosarote Selbstständigkeitswelt gar nicht immer so bezaubernd ist? Enttäuschung.
  • Angst: Der Begriff „Lähmende Angst“ kommt nicht von ungefähr. Die Welt sieht bei dringend benötigen Zahlungen und anstehenden Rechnungen beänstigend aus. Was ist, wenn man seine nächste Rate für das Haus oder Auto nicht zahlen kann? Was ist, wenn man vielleicht wegen Krankheit oder sogar einem Burnout komplett ausfällt und nicht mal die nächste Tankfüllung oder die Rechnung für den Hausarzt bezahlt werden kann?

Quellen finden und beseitigen

Eine älterer Mann sagte mir mal „Nimm keine Tablette wenn du Kopfschmerzen hast. Überleg erst, woher die Kopfschmerzen kommen. Wenn du das weist, dann nimm die Tablette.“. Botschaft: Versuche immer herauszufinden, wo die Quelle für das Problem liegt, bevor du dich an die Lösung machst.

Eine Quelle bei einem Motivationstief könnte bei den oben genannten Punkten liegen. Sobald man die Quelle kennt, kann man sich auch schon an die Lösung des Problems machen. Dazu eine spontane Antwort zu geben ist, so meine ich, unmöglich. Jeder Fall muss individuell begutachtet und beraten werden.

Was mir hilft

In den Hintern treten und nach vorne blicken. Ein Motivationstief, wie ich es derzeit durcharbeite, kann ich zeitweise recht gut überwinden, indem ich mir für einen Moment Ruhe nehme und die Situation durchdenke. Dabei komme ich meist zum Entschluss: Ich kann tun was ich will, in meiner Situation hilft es nur an die Arbeit zu gehen. Ich weiß, dass das keine Dauerlösung ist, weswegen ich derzeit an einer Alternative arbeite. Dazu vielleicht bald mehr.

Ebenfalls hilfreich ist der Rückblick auf die letzten Monate. Was oder wer hat mir da geholfen? Wie war die Arbeit in den Wochen gelaufen? Stehe ich heute vielleicht viel weiter als damals und kann auf eine Entwicklung sehen, die zeigt, dass meine Arbeit keinesfalls stillsteht?

Was hilft euch?

Wie geht ihr mit Motivationstief um? Berichtet gerne in den Kommentaren, wenn es euch zu persönlich ist, auch anonym.

3 Kommentare

  1. Hi Viktor,
    ja, es ist immer wieder so, dass es zu einem Motivationstief kommen kann und die Gründe dafür sind sehr sehr unterschiedlich. Ich habe auch hin und wieder ganz schöne Startschwierigkeiten im Internet und beim Blogging. Zum Glück bin ich nicht selbsständig und übe einen Vollzeit-Job in der Metallbranche aus. Bloggen und das Internet sind nur meine Hobbys und ich versuche stets, mich zu organisieren, neu zu motivieren, auch wenn das Blogging nach 7 Jahren zu einer Routine geworden ist. Wenn ich richtig mies motiviert bin und nicht mal im Stande bin, auf eingehende Kommentare zu antworten, mache ich gar nichts und gehe nur meinem Hauptjob nach. Das Internet lasse ich komplett links liegen.

    Wenn man jedoch selbstständig ist und neue Kunden gewinnen möchte, wird es schon sehr kompliziert und man muss oft arbeiten, damit man auch die nächste Rechnung bezahlen kann. Vll. ist es dann hilfreich, wenn man zurückblickt und ein Resümee macht. Das was man bisher geschafft hat, kann vll. einen neu motivieren, was natürlich kein Garant ist.

    Daher versuche ich als Blogger neue Themen zu erschliessen, damit es spannend bleibt und ein wenig Motivation angeregt wird. Das hilft mir oft ungemein. Wünsche dir weiterhin viel Motivation und dass du dem Ganzen den Kampf ansagst :).

    Leider kann man deine Kommentare nicht abonnieren, was schon sehr interessant wäre. So könnte ich unsere Diskussion verfolgen und weiter kommentieren.

  2. @Alex: Das mit dem Zurückblicken mache ich auch gerne. Komplettes gar nichts machen ist bei voller Selbstständigkeit in der Regel nicht so einfach möglich, wobei eine spontane Auszeit sicherlich sehr gut tun könnte.
    Danke für deine Wünsche 🙂
    Hab per Plugin die Option „Kommentare per E-Mail abonnieren“ hinzugefügt. Damit sollte es auch klappen.
    Guten Start in 2014!

  3. Jau, spontane Pausen mache ich auch hin und wieder und manchmal ist mir auch nicht nach dem Internet. Dabei lasse ich alles links liegen und schaue fern und befasse mich anderen privaten Sachen.

    Danke, dass du dich um das Kommentar-Abo gekümmert hast. Jetzt bleibe ich bei dir immer auf dem Laufenden :).

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