Bloggen und Privatleben vereint

Bloggen und Privatleben vereint

Ich traf heute auf Internetblogger.ch einen Artikel zum Webmaster-Friday aus November. In diesem ging es um die Frage, wie man Bloggen und Familie vereinbart – ein spannendes Thema, zu dem ich, auch wenn etwas verspätet, schreiben will.

Ich blogge auf Zafenat seit mittlerweile über 3 Jahren. Seit dieser Zeit habe ich viele andere Projekte gestartet, gepflegt und teilweise auch beendet. Die Frage, wie das Bloggen dabei auf das Privatleben schlägt, trat immer wieder auf.

Die Grundfrage: Bloggen = Hobby oder Arbeit?

Ich meine bevor man sich dem Zusammenhang zwischen Bloggen und Privatleben widmen kann, muss man Bloggen definieren. Blogger, die ihre Seite nur als Hobby betreiben werden kaum Probleme haben diese im Privatleben unterzubringen. Wenn man mal Zeit und wieder Lust hat, schreibt man einen Artikel.

Doch wie sieht es aus, wenn das Bloggen mehr ist? Einnahmen erwirtschaftet werden wollen und die Leserschaft auf die nächsten Artikel wartet? In diesem Fall kann Bloggen als Selbstständigkeit angesehen werden, eine Tätigkeit, die zwar viele Freiheiten bietet, aber Arbeit ist. Für mich gilt letzterer Fall.

Wie ich Bloggen und Privatleben vereine

Ich blogge seit einigen Jahren und konnte in diesen beobachten, wie ich Bloggen mehr und mehr gerne als Arbeit werten wollte, dies jedoch, aufgrund der geringen Einnahmen, nicht konnte. Vergleichen lässt sich das mit Künstlern, die gerne in Vollzeit Gemälde malen würden, dann aber nicht genug Geld für die Miete hätten.

Bloggen ist bei mir daher zunehmend in den Bereich Hobby gerutscht. Es dient als Pause bei der Arbeit oder als Freizeitbeschäftigung nach Feierabend.

Sichtbar ist das auch im Alltag. Wo Angestellte nach Feierabend abschalten und der Arbeit nur wenige Gedanken zu werfen, beschäftigen mich meine Blogs auch dann. Das liegt zum Teil daran, dass ich viele Hobbys mit passenden Blogs verbunden habe. Bin ich im Garten aktiv, überlege ich mir passende Artikel für Garden-Blog.de, lerne ich innovative Techniken für den Haushalt kennen, überlege ich deren Vorstellung auf Furniture-Blog.de.

Anders als vielleicht angenommen sind solche Gedanken keine Belastung für mich, sondern gehören nun mal einfach zum Alltag dazu.

Gefahren und Möglichkeiten

Wer Bloggen eng mit seinem Privatleben vereint wird dabei auf Vor- und Nachteile stoßen. Erstere sind klar: Themen sind schnell greifbar, es kann aus persönlichen Erfahrungen berichtet werden, die Leser eher interessieren als allgemein gehaltene Berichte.

Nachteile gibt es jedoch ebenfalls. So kann aus dem Bloggen verbunden mit dem Privatleben schnell der Druck entstehen, permanent produktiv sein zu müssen. Wirkliches Entspannen fällt schwer, manche sehen hier die optimale Grundlage für ein Burnout.

Es gilt einen guten Mittelweg zu finden. Bloggen sollte nicht etwas unpersönliches sein, was ausschließlich zur Arbeit gehört, sondern mit persönlichen Interessen zusammenhängen, die auch in der Freizeit begeistern. Hierbei sollte man weiterhin Grenzen schaffen und überlegen, wie weit man seine Webseite mit in den Alltag nehmen will – und auf lange Sicht auch kann.

1 Kommentar

  1. Hi Viktor,
    freue mich super darüber, dass du zum Thema auch was gebloggt hast. Dein Pingback ist übrigens gut durchgekommen und ist nun unter meinem Artikel zu sehen. Ja, einfach zu mananagen ist es nicht, so Bloggen, Arbeit und Privatleben und man muss sich auch Grenzen setzen, ansonsten brennt man irgendwann mal vollkommen aus.

    Als Hobbyblogger sehe ich das alles zwar nicht so eng, möchte aber trotzdem so oft wie es mir nur möglich ist, in meinen Blogs aktiv zu sein und neuen Content erstellen, damit die Leser auch etwas zu tun haben und sich informieren können.

    Man kommt wahrscheinlich nicht drum herum, dass Bloggen als Hobby zu sehen, damit es Spass macht und ich weiss trotzdem, dass das Bloggen Arbeit ist. Je mehr man sich damit beschäftigt, desto in mehr Arbeit artet es aus.

    Irgendwie bekommen wir es schon gebacken 🙂 Danke für den tollen Beitrag hier auf Zafenat.de!

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