Artikelfrequenz für Blogs: Google, wie siehst du das?

Artikelfrequenz für Blogs: Google, wie siehst du das?

Ein spannendes Thema, das in vielen Unternehmen aber auch für Blogger eine hohe Relevanz hat, ist die Frage nach der Häufigkeit von Blog-Artikeln. Denn das Problem: Man will ja eigentlich auf der einen Seite vielen Suchanfragen gelistet werden, auf der anderen hat man Angst, von Google als Content-Schleuder abgewertet zu werden – und irgendwo in der Mitte steht ihr mit eurem Blog.

Warum kann zu viel Inhalt schlecht sein? Google hat in den letzten Jahren massig schlechte Erfahrungen mit sogenannten Content-Farmen gemacht. Besonders in den USA, wo manche Portale täglich über 150 Artikel veröffentlichen, reißt bei der Suchmaschine schnell der Geduldsfaden. Denn wo das Erstellen von Content im Mittelpunkt steht, kommt Qualität oftmals zu kurz.

Das Problem mit solchen Content-Farmen: Wenn die Inhalte minderwertig sind, leiden im Endeffekt die Suchmaschinen-User darunter. Denn diese stoßen auf eine Seite, die keinen Mehrwert bieten, und verlassen sie dann. Demnach ist der bekannte SEO-Spruch „Content is King“ falsch, richtig wäre „Good Content is King“.

Ok, aber zurück zur Frage: Wie sieht Google das mit der Artikelfrequenz? Ich bin schon lange davon überzeugt, dass Google die Aktionen der Suchmaschinen-User genau unter die Lupe nimmt und daraus Rückschlüsse zur Optimierung zieht. Ein Beispiel:

Ein Suchmaschinen-User ist auf der Suche nach SEO-Tipps für Blogs. Er stößt auf die ersten Seite, die leider massig schlechten Inhalt liefern. Es bleiben viele Fragen offen, Informationen fehlen und Suchmaschinen-User sucht weiter. Er kehrt immer wieder zu den SERPs zurück, bis er die eine Seite gefunden hat, die ihm guten Wert liefert. Vielleicht ist sie gar nicht SEO-Optimiert, aber sie bietet ihm eben die Information, die er lesen wollte.

Die Suchmaschine könnte dieses Verhalten per Cookies und IP protokolliert haben. Suchmaschinen-User scheint von den ersten 3 Ergebnissen nicht angetan zu sein und kehrt immer wieder zurück. Erst bei Ergebnis 8 bleibt er und schließt danach die Suche. Die Vermutung: Er hat seine Info gefunden. Der Rückschluss: Die Seite bietet eben den Inhalt, der wichtig ist, sie wird nach oben gestuft.

Ok, was hat das mit der Artikelfrequenz zu tun?

Google ist es im Prinzip völlig egal, ob ihr viel oder wenig Content bereitstellt – solange dieser gut ist. Vergleichen lässt sich das mit einer Tageszeitung, die über 800 Seiten geht. Stellt euch vor, jeder der Meldungen ist umfangreich recherchiert, liefert unbekannte Infos und liefert einen Überblick, der keine Fragen offen lässt. Wen interessiert es dann noch, wie viele Artikel die Zeitung hat, wenn doch jeder davon einen Mehrwert bietet?

Womit ihr rechnen müsst, ist Googles zunehmende Vorsichtig, wenn eine Seite mehrere Artikel pro Tag veröffentlicht. In diesem Fall wird diese vielleicht im ersten Moment abgewertet, jedoch werden immer noch einige Leser zugelassen. Wenn diese dann ihre Suche hier beenden, dürfte die Suchmaschine lernen: Auch wenn hier mehr Informationen als durchschnittlich veröffentlicht werden, mindert das nicht die Qualität.

Wie oft sollte man Blog-Artikel schreiben?

Ich betreibe mehrere Blogs, auf denen etwa täglich etwas veröffentlicht wird. Ich hatte jedoch auch schon Seiten, auf denen nur etwa einmal in der Woche oder zweimal im Monat ein neuer Artikel kam, ebenso solche, auf denen mehrmals täglich ein Artikel geschrieben wurde.

Meine Beobachtung: Die Artikelfrequenz wird von Google, nicht negativ oder positiv gewertet, solange der Inhalt passt.

Schreibt gerne einen Kommentar, in dem ihr über eure Meinungen und Erfahrungen berichtet.

4 Kommentare

  1. Aktuelle Inhalte sind das Wichtigste. Einen Blog wirklich aktuell zu halten, ist mit sehr hohem Zeiteinsatz verbunden. Google wird Artikel vergleichen und Inhalte entsprechend bewerten. Wertvolle Inhalte könnten herabgestuft werden, wenn die Verweildauer der Besucher abnimmt. Wir haben unseren Blog entfernt, weil die Gefahr einer globalen Abwertung der Seiten besteht. Unsere Erfahrung ist, man sollte sich voll auf zutreffende Inhalte konzentrieren. Die müssen nicht immer SEO-optimiert sein, um auf die ersten Plätze zu gelangen.

  2. Hi Viktor,
    schon lange war ich nicht mehr hier bei dir 🙂 – aber jetzt durch einen anderen Artikel wieder hierher gekommen.

    Also ich besitze auch mehrere Blogs und manchmal kann auch mehrmals die Woche publizieren und denke ebenfalls so, dass wenn der Inhalt stimmt, es auch mit Google keine Probleme geben wird.

    Auf manchen Blogs kann ich nur ein paar Mal im Monat publizieren und muss mich natürlich auch um die Qualität des Contents bemühen.

    Ich bin da positiver Dinge und schlechte Erfahrungen habe ich inbezug auf Content mit Google nicht gemacht, ja, ok ein paar manuelle Massnahmen hatte ich auch schon, aber das ist eine andere Geschichte :).

  3. @Alex L: Über diese „andere Geschichte“ würde ich gerne mehr lesen :-). Schreib mir gerne mehr (wenn du willst auch über die E-Mail-Adresse im Impressum).

  4. Hi Viktor,
    ja, also ich habe neulich meine dritte manuelle Massnahme auf einem der Blogs bekommen und da ich da halt ein wenig Geld verdiente und die Verlinkungen nicht immer mit den Google Webmasterrichtlinien konform waren, musste ich einstecken.,

    Auch Gastartikel dürften davon betroffen sein und alles in allem habe ich dann wieder mit noFollow gearbeitet, etliche Artikel wieder bereinigt und auf nofollow umgestellt und warte nun auf die erneute Überprüfung seitens Google und Co.

    Es ist sehr heikel, wenn man die Links in solchen Artikeln setzt und man darf keine harten Keywords benutzen, muss ganz normal wie eine Empfehlung verlinken. Die Kunden möchten es aber anders haben und so hat man versucht, es beizubehalten. Da bekam ich schnell die manuelle Massnahme.

    Jetzt schaue ich mal im neuen Jahr, wie sich der Google entscheiden wird. Hoffentlich komme ich da wieder raus und muss mir das mit dem Geldverdienen mit Blogs erneut gut überlegen.

    NoFollow-Links möchte auch kein Kunde haben und naja, so ist es halt.

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