Aufstehen um 5 – darum solltet ihr euren Wecker umstellen

Aufstehen um 5 – darum solltet ihr euren Wecker umstellen

Die vergangenen Monate bin ich durchschnittlich zwischen 8-9 Uhr aufgestanden. Tja, so ist das im Home-Office ;-). Ich merkte schon lange, das mir der Rhythmus nicht gefällt, aber warum die Freiheit nicht nutzen, wenn man sie hat? Seit etwa einer Woche stehe ich um 5 oder 6 Uhr auf – und staune über die weitreichenden Veränderungen. Lest hier, warum auch ihr euren Wecker umstellen solltet.

Alles begann mit einem Artikel, in dem es ums Thema Frühaufstehen ging. Ich war schon lange davon fasziniert, konnte mich aber nicht so recht dazu überwinden. Früher musste ich beruflich immer wieder um 5 Uhr aufstehen, was eine absolute Qual war.

Ich las den Artikel durch und kam auf einen Blog-Eintrag von Steve Pavlina aus 2005. Der Autor ist Frühaufsteher seit wohl mehreren Monaten. Seine Beobachtung: Die meisten erfolgreichen Menschen sind Frühaufsteher. Ok, warum sollte ich das nicht auch ausprobieren?

Warum früh aufstehen?

Was macht das Frühaufstehen so besonders? Ich habe für mich entdeckt, wie die Zeit vor 8 Uhr beinah schon magisch ist. Das ganze Land schläft noch, alles ist still und irgendwie kann man in dieser Umgebung wundervoll der Arbeit nachgehen.

Ich testete in den ersten beiden Tagen 6 Uhr, versuchte es dann aber um 5. Es ist kaum zu glauben, wie effektiv und ruhig man so früh arbeiten kann, gerade als Selbstständiger im Home-Office. Bequem aufstehen, frisch machen, Kaffeemaschine durchlaufen lassen und an den Computer setzen.

Ich bin zwar kein Familienvater, daher kann ich nur vermuten, wie vielen Vätern die Ruhe im Alltag fehlt. Die morgendliche Zeit ist ideal, um seine Gedanken zu sortieren, alles wichtige zu erledigen und bald in den Alltag mit der Familie einzusteigen – ohne Hektik.

Ein wichtiger Vorteil dieser Früharbeit ist natürlich, das man theoretisch früher Feierabend machen kann. Oder man macht es wie ich und nutzt die erhaltene Zeit damit, sein Blogs mal wieder in Schuss zu bringen.

So gelingt das Frühaufstehen

Steht der Wunsch zum Frühaufstehen, braucht es nur einige Regeln, damit es auch gelingt. Hier meine Liste

  1. Ihr steht jeden Tag zur gleichen Zeit auf. Egal ob Arbeitstag oder Wochenende, Feiertag oder Urlaub. Jeden Tag.
  2. Ihr geht abends dann schlafen, wenn euer Körper sich meldet. Das kann 22 aber auch 0 Uhr sein. Weil ihr jeden Tag um die gleiche Uhrzeit aufsteht, gleicht euer Körper den fehlenden Schlaf am nächsten Tag aus – ihr werdet früher müde.
  3. Morgens wird direkt aufgestanden. Vergisst eure Redegewandtheit oder Logik: Wer morgens todmüde ist und darüber nachdenkt, warum er nochmals um 5 Uhr aufsteht, ist im nächsten Moment wieder in seinen Träumen. Euch wird kein triftiger Grund einfallen, der gegen das warme Bett und das gemütliche Ausstrecken spricht. Ausreden wie „Ich kann ja heute später anfangen“ oder „Heute habe ich ja nicht so viel zu tun“ sind inakzeptabel. Ihr wollt Frühaufsteher werden? Dann steht nach dem Weckerklingeln direkt auf. Stellt ihn dafür auf den Tisch oder sogar in den Flur.
  4. Es gibt Ausnahmen. Wenn ihr wegen einer Feier (Hochzeit, Weihnachtsessen oder ähnliches) zu lange aufbleibt, gönnt euch am nächsten Tag mehr Schlaf. Das gilt auch, wenn ihr am nächsten Tag ein wichtiges Treffen habt. Die Regel lautet aber: Jeden Tag zur gleichen Uhrzeit aufstehen.

Damit das alles auch gelingt, solltet ihr eure Familie einbinden. Erklärt eure umgestellten Schlafgewohnheiten, vielleicht wollen Kinder oder Ehepartner sogar mitmachen. Und so habt ihr einen noch größeren Anreiz direkt nach dem Weckerton aufzustehen: Ihr zeigt ihnen, wie es richtig geht.

Die elende Müdigkeit loswerden

Es ist schwer um 5 Uhr aufzustehen und am Computer zu arbeiten, wenn der Körper es nicht gewohnt ist. Die Konzentration kann verloren gehen, der Wunsch nach Schlaf zu stark werden. Was hier hilft: Entweder die Zeit mit Sport verbringen, oder eisern durchhalten.

Die Müdigkeit dürfte nach der ersten Woche abnehmen, nach 30 Tagen komplett verschwunden sein. Ich merke bereits jetzt, das ich automatisch gegen halb 6 wach werde, wenn ich mal den Wecker um 6 statt 5 stelle. Das ist klasse: Der Körper passt sich an.

Solltet ihr Fragen zum Frühaufstehen haben oder selber bereits Erfahrungen gemacht haben, teilt diese gerne per Kommentar mit.

3 Kommentare

  1. Die Tipps sind wirklich nützlich, wenn man es schaffen möchte zum Frühaufsteher zu werden. Ich selbst arbeite nebenbei auch noch freiberuflich und habe mir schon oft vorgenommen, an den Wochenenden früh aufzustehen. Allerdings kommen da immer wieder die typischen Gewohnheiten zum Vorschein, dass man am Wochenende halt ausschlafen möchte. Den Tipp, jeden Tag zur gleichen Uhrzeit aufzustehen, werde ich einmal probieren, auch wenn es wohl noch nicht gleich 5 Uhr sein wird.

  2. Tanja Bilous

    Habe heute morgen verschlafen (muss dazu sagen, dass es öfters passiert) und auf dem Weg zur Arbeit musste ich die ganze Zeit (wieder mal) mit mir schimpfen „Du musst endlich lernen früher aufzustehen, um die Morgenhektik zu vermeiden“.
    Habe mir jetzt fest vorgenommen ein Frühaufsteher zu werden und werde wohl auf die hier erwähnten Tipps zurückgreifen.

  3. Hallo Viktor,

    super Anstoß zum Frühaufstehen! Ich bin eigentlich ein Frühaufsteher – habe das aber in den lezten Jahren nicht mehr so ganz verfolgt. Seit nun 4 Monaten habe ich aber wieder meinen Rhytmus gefunden und schaffe es zwischen 5-6 aufzustehen und so meine Zeit viel effektiver zu nutzen.
    Klar wenn man abends dann noch zeitig schlafen geht, tut man seinem Körper was Gutes und ist noch erholter für den neuen Tag!
    Kann ich jedem nur empfehlen! 🙂

    Gruß

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